#15 – Beispielhafte Freunde

Am Mittwoch 22.4.15 war Australiens Außenministerin auf Staatsbesuch in Berlin. Ihrem Kollegen Steinmeier und seinen Kabinettskollegen brachte sie die Empfehlung mit, in Sachen Flüchtlinge doch das australische Modell zu übernehmen. Das wird seit zwei Jahren dort praktiziert. „Im letzten Jahr sind noch 1200 Flüchtlinge in unseren Hoheitsgewässern ertrunken. Dieses Jahr keiner mehr.

Zu dem „Modell“ gibt es „Abschreckungsvideos“ in vielen asiatischen Sprachen – Titel: „No Way: You Will Not Make Australia Home“ – in dem ein Marinegeneral erklärt: „Wenn sie in einem Boot ohne Visum in Australien einreisen wollen, werden sie hier nie ankommen! Ausnahmen gibt es nicht!“

Die Flüchtlingsschiffe und Boote werden weit vor der Küste von Küstenwache und Marine einfach wieder ins offene Meer abgedrängt, was dort mit ihnen passiert, ist den Australiern egal – lebend oder auch tot kommt so jedenfalls keiner mehr in Australien an. Leichen vor der Küste gibt es dann nicht mehr und weiter weg sucht und findet sie ja keiner.

Die wenigen, die doch irgendwie die australische Küste erreichen, werden sofort in KZs nach Nauru oder Papua-Neuguinea verfrachtet. Die dort herrschenden Lebensumstände bezeichnen UNO-Organisationen als „Folter“.

Die deutsch-australische Freundschaft hat, wie man sieht, ihr festes Fundament in der großartigen westlichen Wertegemeinschaft.



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