#2 Krieg

Krieg kostet den Staat Geld. Im Frieden rüstet er auf um seinen diplomatischen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Soll die Drohkulisse im Frieden wirksam sein, muss bei zu großer Abweichung vom gewünschten Verhalten eines anderen Staates der Krieg folgen. Dieser ist teuer und wird deswegen nicht leichtfertig ausgerufen: Die Notwendigkeit eines Krieges wird immer genau geprüft.

Krieg ist ein Teil von Politik. Er ist die Konsequenz von Staaten, die jeweils die Gewaltmonopole auf ihren Gebieten sind und die anderen Gewaltmonopole als ihre jeweiligen Beschränkungen erfahren. Was als Weltmarkt in Erscheinung tritt, ist die gegenseitige Benutzung der jeweils anderern Staaten für die Interessen des je eigenen Staates – je nach Wirtschaftskraft und Gewaltpotenzial ist man mal mehr Benutzter, mal mehr Benutzer.

Ohne Krieg gäbe es diesen Weltmarkt nicht. Er wurde in seiner heutigen Form durch Krieg aufgebaut und er wird täglich durch Krieg wiederhergestellt. Krieg ist die Grundlage dieses Friedens. Wo auch immer ein Staat beschließt, aus der gegenseitigen Benutzung der Staaten auszutreten, muss er mit Sanktionen rechnen, deren letzte Konsequenz der Krieg ist.

Der Schrei, Konflikte ohne Krieg zu lösen, ist irrig: Die Staaten selbst haben alles Interesse daran, einen Staat mit anderen Mitteln zu stürzen, die schlicht billiger sind: Sanktionen (welche die eigene Wirtschaft durch Entzug von Handelspartnern ebenfalls bereits schädigt) und andere diplomatische Mittel sind andere Mittel für den gleichen Zweck: Der Unterwerfung eines fremden Gewaltmonopols unter die eigenen Zwecke.

Wer den Krieg nicht haben will, muss sich gegen den Frieden richten, der den Krieg benötigt und ihm die Grundlage bietet.


9 Comments on “#2 Krieg”

  1. jan sagt:

    Finde den neuen Stil, dass manche Wörter kursiv geschrieben sind, nicht so cool. Nimmt einem irgendwie das Denken ab. Man muss nicht mal mehr selbst entscheiden, was wichtig im Text ist. Führt für mich auch ein bisschen dazu, den Text zwischen den kursiven Wörtern weniger intensiv zu lesen.

    Cool ist aber auf jeden Fall der Stil der kurzen, nicht direkt zusammenhängenden Sätze in diesem Artikel.

    • Peter sagt:

      Werde mir das mit dem Kursiven nochmal durch den Kopf gehen lassen. An sich finde ich Betonungen ganz nützlich – aber wurde schon einmal darauf hingewießen, dass ich es sparsamer einsetzen sollte.

  2. GrumpfdenUmpf sagt:

    Hi,
    bei dir sind ziemlich viele Rechtschreibfehler im Text, deswegen kann ich ihn leider nicht als seriös anerkennen.
    Ich finde es schade, dass du am Ende deiner Überlegungen zu keiner richtigen Lösung kommst, sondern die Frage offen lässt was es noch gibt aus Krieg und Frieden. Anarchie?
    Anarchie ist nichts anderes als ein Bürgerkrieg.

    • GrumpfdenUmpf sagt:

      sorry, jetzt hab ich selber Fehler reingebracht^^.
      Es heißt „außer“ Krieg und Frieden.

    • Peter sagt:

      Argumente werden von der Rechtschreibung nicht beeinflusst. Welcher Gedanke erscheint dir falsch?

      Zum Thema konstruktive Kritk und dem nennen von Alternativen habe ich bereits etwas geschrieben:

      http://keinort.de/?p=325 – diskussionen zu diesem Thema also am besten unter diesem Artikel

      • GrumpfdenUmpf sagt:

        Ich muss zugeben, der Artikel über die Kritik war sehr interessant.
        Meiner Meinung nach ist es aber auch ein Zeichen von Respekt, wenn man sich Zeit nimmt, seine Kommentare grammatikalisch richtig zu formulieren.
        Man hält sich eben an die Regeln, dass vereinfacht das Lesen für den Leser, und kostet selbst nur minimal Zeit.
        Vielleicht ist es ja ein Stilmittel von Ihnen, Substantive klein zu schreiben.

        • Peter sagt:

          Ich arbeite daran, meine Rechtschreibung zu verbessern. Das mit dem Respekt kurz angesprochen

          1) Ich biete hier für interessierte die Möglichkeit, abweichende Standpunkte zu Staat & Kapital zu lesen. Wer sich dafür interessiert, kann sie lesen. Wer sich nicht dafür interessiert, macht es eh nicht. Wer als Leser „Respekt“ haben will macht ein ganz anderes Faß auf: Er will plötzlich ganz jenseits des Inhalts als leser ernst genommen werden. Das liegt mir fern – ich will hier über die Sache diskutieren

          2) Die Einforderung von Respekt zeigt auch deutlich, dass die Interessen der Leute sich hier oft genug beißen – sonst müsste es gar nicht eingefordert werden, dass ganz jenseits der eigenen Zwecke zu respektieren. Wo die Leute gar nicht in Konkurrenz zueinander stehen und damit entweder nichts miteinander zu tun haben oder sogar einen gemeinsamen Zweck teilen, da muss Respekt auch nicht eingefordert werden – er ergibt sich aus der Sache.

          • GrumpfdenUmpf sagt:

            Gut erkannt. Ich teile Ihre Meinung nicht.
            Trotzdem ist es interessant etwas aus der Sichtweise Anderer zu lesen. Damit man sich letzendlich seine eigene Meinung bilden kann.
            Wenn wir beide sowieso schon am diskutieren sind, habe ich noch eine Frage.
            Gibt es auch Kriege die gerechtfertigt sind, und die gekämpft werden, damit es den Menschen besser geht?
            Ganz ohne eigenen Vorteil?
            Oder ist jeder Krieg der so erscheint nur da, damit Staaten ihr Image damit aufpolieren können?
            Ich denke jetzt an den Krieg der NATO gegen Serbien.
            Wollte man letzendlich den Unterdrückten helfen? Oder wollte man wirtschaftliche Interessen durchsetzen? Oder beides?

          • Peter sagt:

            Alle Kriege sind gerechtfertigt – das ist nie ihr Problem. Man sollte allerdings unterscheiden zwischen den Zwecken eines Krieges und seiner ideologischen Rechtfertigung.

            Generell ist es auch keine Kritik an einer Sache, dass sie zum eigenen Vorteil gemacht wird. Man verfolgt nunmal immer eigene Interessen – wessen interessen sollte ich auch sonst verfolgen wenn nicht meine Eigenen? „Damit es den Menschen besser geht“ kann allerdings nie Zweck eines Krieges sein. „Der Mensch“ ist ja immer Ziel der Attacke wie auch attackierender – und damit ist „der Mensch“ eine ziemlich schlechte Abstraktion, um Krieg zu begreifen. Es gibt also Unterschiedliche Interessen von verschiedenen Fraktionen und Gruppen in einem Krieg und „dem Menschen“ wird dabei nicht geholfen – aber auch nicht prinzipiell immer geschadet. Bestimmte Menschen sind Opfer von Kriegen – und andere Sieger…

            Zum Serbienkrieg habe ich von etwas in der Reihe 100 – 75 – 15 zu schreiben. Hier muss ich um etwas Geduld bitten.


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