#4 Asylbewerber kosten nicht viel

Das „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. (ifp)“ veröffentlicht die „Fakten gegen Vorurteile“ und zeigt dabei, wie einfach es ist Rassisten zu widerlegen ohne dabei auf einen gesunden Rassismus zu verzichten. „“Asylbewerber kosten zu viel!” (1) wird hier sauber widerlegt mit ein paar tollen Zahlen. Die BRD zahle „im Jahr 2011 insgesamt 908 Millionen Euro für Asylbewerber.“ (1) Da weiß auch das ifp: „Das ist viel Geld. 62,2 Milliarden Euro aber sind noch viel mehr Geld. So viel gab der Bund im gleichen Jahr für die Finanzverwaltung aus.“ (1). Der Deutsche mit gesundem Nationalismus atmet erleichtert auf: Zwar wollen WIR ja alle nicht, das UNSERE Steuergelder für DIE verschwendet werden, aber dank ifp ist jetzt ja klar: So viel kosten DIE UNS ja gar nicht. Wäre es anders, so kann man diese Argumentation auch einfach mal umdrehen, könnte man über Asylbewerber ja nochmal kritischer nachdenken.

Überhaupt muss man sich fragen, wass mit einer solchen Argumentation überhaupt gewonnen werden kann – denn alle Menschen mit Essen zu versorgen und ein Dach über dem Kopf zu garantieren, am besten noch mit Fernseh und sonstiger Bespaßung ist dann wirklich teuer und nicht mit „drei Tausendstel“ (1) des Bundeshaushalts zu machen, wie die Asylpolitik gerade. Es wäre sogar geradezu marktwirtschaftlicher Unsinn. Das macht eine Bedürfnisorientierte Produktion nicht weniger Vernünftig – im Gegenteil zeigt es auf, wie unvernünftig es ist es für einen Fakt gegen Vorurteile zu halten, wenn man aufzeigt wie wenig sich die BRD die Abfertigung von Geflüchteten Kosten lässt. „Asylbewerber kosten nicht viel“ ist nur ein Argument für Leute, die es sich selbst bereits zum Beurteilungsmaßstab gemacht haben, ob jemand Leben darf oder nicht, wenn er nicht den Wirtschaftswachstum der Nation gefährdet.

(1) http://asyl.ifp-kma.de/fakten-gegen-vorurteile/



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