#3 Warum unsere Arbeitsplätze sicher sind vor den Ausländern

Man muss sich schon an ziemlich viele Abhängigkeiten und Erpressungen gewöhnt haben um auf den verrückten Gedanken zu kommen, dass einem Ausländer die Arbeit wegnehmen, und das etwas schlechtes sei. Ganz naiv möchte man ja erstmal sagen: was gibt es schöneres, als Menschen die einem Arbeit abnehmen? Im Kapitalismus ist aber alles ziemlich verwirrend was mit Arbeit zusammenhängt, und diese Verwirrung hat auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erfasst. Die hat zwar noch Haarscharf erkannt, dass Rechte gerne sagen, Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg – danach versinkt aber auch sie im Meer der Verirrungen.

Man könnte ja an dieser Stelle vieles sagen und fragen: Was das eigentlich für Verhältnisse sind, wo die Menschen sich ständig für andere Nützlich machen müssen um Leben zu können – und deshalb um Arbeit konkurrieren (obwohl Arbeit ja erstmal gar keine so tolle Sache ist). Man könnte auch noch festhalten, dass der Chef der einen Einstellt oder Entlässt, einem also real Arbeit gibt oder eben nicht, in den allermeisten Fällen kein Ausländer, sondern Deutscher ist. Das es der deutsche Staat ist, der einen überhaupt in die Abhängigkeit einer Lohnarbeit zwingt durch das Recht auf Eigentum. Man könnte einfach mal festhalten, dass die Ausländer, die hier arbeiten wollen, genau so arme Schweine sind wie diejenigen, mit denen sie da um die Jobs konkurrieren müssen.

Die BpB hingegen schreibt: „200 Milliarden DM erarbeiten sie [die Ausländer] für das deutsche Bruttosozialprodukt jährlich. Ihre Beiträge in die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenkassen sind für das deutsche Sozialsystem unverzichtbar. Von der strukturbedingten Arbeitslosigkeit sind Ausländer stärker betroffen als Deutsche, weil sie in höherem Maße als deutsche Arbeitnehmer Arbeitsplätze einnehmen, die von der Rationalisierung bedroht sind. Auch sie nahmen also den Deutschen keine Arbeitsplätze weg.“ (1) Hier kann die BpB also die Sorge der dummdeutschen Nationalisten gut verstehen – und weißt nur darauf hin, dass für Ausländer in diesem demokratischen Rechtsstaat doch sowieso nur Platz ist in Jobs, die Deutsche gar nicht machen wollen.

Wenigstens spart die BpB sich alle humanistische Hülle und ist direkt: „Derzeit fehlen in Deutschland 75000 Fachkräfte in der Sparte Informatik. Sie sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zu finden, deshalb sollen Experten aus anderen Ländern die befristete Erlaubnis erhalten, den Engpass zu überbrücken.“ (1) Befristet also malochen für den deutschen Wirtschaftsstandort, denn „Wenn Wirtschaftskraft und Wohlstand in Deutschland fortbestehen sollen, ist die Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften unerlässlich.“ (1). Das „rechte Vorurteil“ das hier entlavt wurde ist also folgendes:

Die Faschisten behaupten doch tatsächlich das die Ausländer den Deutschen die Arbeit wegnehmen. Die BpB hingegen hat herausgefunden, dass die Ausländer sowieso nur sehr selektiv ins Land gelassen werden, und dann nur eingesetzt werden um „Engpässe“ zu überbrücken, oder um das „“Wirtschaftswunder“, um das Westdeutschland beneidet wurde“ (1) zu initiieren. Wenn das die Volksseele nicht beruhigt: Schuften dürfen sie noch in 100 Jahren für den deutschen Standort.

(1) http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37986/argumente-gegen-rechte-vorurteile?p=18



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